Idee-Artikel
Posted on 11. Juni 2012 · Posted in Allgemein

Was steckt eigentlich hinter „Die Spiele in Berlin“ und der Idee, Olympia einmal in großem Stil auf die Videowand zu bringen? Ein Plädoyer für die Leidenschaft Olympia.

Das Sportjahr 2011 und die Vorfreude auf die Olympischen Spiele

Wenn man an das Sportjahr 2011 zurückdenkt, fallen einem auf Anhieb nicht viele Highlights ein. Okay, Dirk Nowitzki holt mit den Dallas Mavericks den NBA Titel und Dortmund wird deutscher Fußballmeister. Aber schon an die Fußball Weltmeisterschaft der Frauen hier in Deutschland möchte man sich nach dem frühen Ausscheiden lieber gar nicht erinnern. Nein, das Sportjahr 2011 war vor allem durch eines geprägt: Vorfreude auf die großen Olympischen Sommerspiele in London 2012.

Nach Peking 2008 darf London dieses Jahr die 30. Olympischen Spiele der Neuzeit austragen: endlich wieder Spiele ohne größere Zeitverschiebung. Die Begeisterung darüber ist riesig, über 1 Millionen Menschen haben sich um Tickets für das 100 m Finale beworben. Nur rund 40.000 davon werden es ins Stadion schaffen. Olympia – das ist eine Klasse für sich.

Die „Stars“ von Olympia

Es mag vielleicht übertrieben erscheinen, mehrfache Weltmeister oder Olympiasieger wie Britta Steffen oder Robert Harting als „Stars“ zu bezeichnen. Wenn man aber Trainingspensum, Leidenschaft und Siegeswillen berücksichtigt, ändert man schnell seine Meinung. Der harten Vorbereitung auf die olympischen Spiele – ganz ohne das Einkommen anderer Spitzensportler – gebührt Respekt.

Dieser stillen Bewunderung der sportlichen Leistungen wollten wir unbedingt einen angemessene Bühne verleihen. Bei den Spielen werden Helden geschaffen! Wer erinnert sich nicht an die Sensationen von Peking: Matthias Steiner holt ebenso überraschend wie überragend Gold beim Gewichtheben, Michael Phelps macht sich mit sieben Weltrekorden und acht Goldmedaillen zum erfolgreichsten Olympioniken aller Zeiten und Usain Bolt wird der schnellsten Mensch der Welt.

Die mediale Aufmerksamkeit ist aber meist nur von kurzer Dauer. Auf die Frage, ob sich nach der Goldmedaille etwas geändert hätte, sagte Judoka Ole Bischof: „Ich habe mit meiner Freundin telefoniert – sie liebt mich immer noch.“  Umso wichtiger fanden wir es, den heimlichen Stars, den kommenden Helden und den so leidenschaftlichen Sportlern endlich eine große Bühne zu bieten. Wir und tausende Fans werden Sie auf der Videowand bejubeln.

Eine große, sportbegeisterte Gemeinschaft – Dabei sein ist alles.

Denn zu Hause vor dem Fernseher alleine Olympia zu kucken, erscheint angesichts des Sportfests irgendwie unpassend. Die großartige Kulisse des ehemaligen Flughafens Tempelhof und tausende sportbegeisterte Menschen macht schon mehr Lust. Eigentlich würden wir am liebsten gleich unseren Campingstuhl im Park anketten und mit dem Wettkampfplan in der Hand auf die Eröffnungsfeier warten.

Doch die Idee ging weiter. Das so genannte Public Viewing alleine war uns nicht genug. Wir dachten an die, frei nach dem Erfinder der Spiele der Neuzeit Pierre de Coubertin zitierten, Olympische Idee „Dabei sein ist alles!” Neben der Übertragung der Wettkämpfe auf Großbildwänden wollten wir diverse Sportstätten errichten, um die Idee “Olympia” vollständig erlebbar zu machen. Miterleben, Mitspielen, Mitfiebern!

Wenn man sich dann noch das Catering Angebot ansieht, in das eine Menge englischer Flair einfließen wird, findet man kaum noch Argumente, im Sommer nicht auf der Tempelhofer Freiheit vorbei zu schauen. Wir sehen uns vor Ort!